„efficient recruiting 2.0“ – Unternehmensinterne soziale Netzwerke

Neben den großen sozialen Netzwerken die privat wie beruflich genutzt werden, setzen auch immer mehr Unternehmen darauf, ihren Mitarbeitern eine Plattform zum Austausch zu bieten. Besonders größere Unternehmen haben eigene intranetbasierte soziale Netzwerke aufgebaut. Davon versprechen diese sich ein leichteres In-Kontakt-Treten mit Kollegen sowie die Möglichkeit des Erfahrungs- und Wissensaustauschs im Unternehmen. Ein interessantes und sinnvolles Konzept, welches jedoch mitunter von den Mitarbeiter nicht angenommen wird. Professor Büttner vom Institute of Management & Information Systems (mis) stellte auf der 48. Hawaii International Conference of System Sciences in den USA eine Arbeit vor, die auf genau dieses Problem eingeht.

Warum Mitarbeiter unternehmensinterne Netzwerke nicht nutzen

In einer Umfrage zum Nutzungsverhalten unternehmensinterner Netzwerke wurden 253 Mitarbeitern aus verschiedenen Branchen unterschiedlicher Größe von Professor Büttner befragt. Wie zuvor antizipiert, bedingen 3 Punkte die Nutzungsresistenz gegenüber unternehmensinternen Netzwerken. Die Mitarbeiter gaben an, dass mangelnde Funktionalität, Sicherheitsbedenken und Bedienungsfreundlichkeit für die Nutzung solcher Netzwerke ausschlaggebend sind.

Andererseits wurde ein stark ausgeprägtes „Entweder-oder-Prinzip“ bei den Mitarbeitern festgestellt. Diese waren entweder überzeugt von dem Netzwerk oder lehnten dieses komplett ab. Auch die Einschätzung von Bedienungsfreundlichkeit und Funktionalität sowie Sicherheitsbedenken wurden dementsprechend bewertet – also als durchaus positiv oder negativ. Dies legt laut mis-Direktor Büttner „die Vermutung nahe, dass Sicherheitsbedenken nicht rational beurteilt werden, sondern entweder als Erklärung der Nichtsnutzung gerne genannt werden oder bei Nutzung gerne ausgeblendet werden.“

Hier finden Sie den vollständige wissenschaftliche Beitrag:

Buettner, R.: Analyzing the Problem of Employee Internal Social Network Site Avoidance: Are Users Resistant due to their Privacy Concerns? In HICSS-48 Proceedings: 48th Hawaii International Conference on System Sciences (HICSS-48), January 5-8, 2015, Kauai, Hawaii, pp. 1819-1828.

 

DAHMEN forscht – in Zusammenarbeit mit der FOM Hochschule

Das mis bündelt an der FOM Hochschule die Forschungsaktivitäten in den Bereichen Management und Wirtschaftsinformatik und forscht derzeit schwerpunktmäßig an der IT-Unterstützung von Personalprozessen. Die von Professor Büttner vorgestellte Arbeit entstand im Rahmen des Forschungsprojektes „efficientRecruiting 2.0“ – dass vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unter dem Kennzeichen 03FH055PX2 gefördert wird. Die DAHMEN Personalservice GmbH sowie unser Tochterunternehmen, die advola GmbH unterstützen diese Forschungsprojekte.

In Zusammenarbeit mit der FOM haben wir zudem Informationen und Erkenntnisse zu diesen Themen gewonnen:

Die HICSS ist eine der traditionsreichsten wissenschaftlichen Konferenzen weltweit mit Teilnehmern aus über 40 Ländern. Die HICSS zählt zu den TOP 2 % der IEEE Konferenzen und ist die am häufigsten zitierte Wirtschaftsinformatik-Konferenz auf GoogleScholar.

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