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Zeitarbeit im Bundesarbeitgeberverband – Alle Hintergründe zum BAP

DAHMEN Personalservice ist Mitglied des Bundesarbeitgeberverbands der Personaldienstleister, abgekürzt BAP. Was der BAP genau tut und warum die Kooperation sowohl für DAHMEN Personalservice als auch für den Arbeitnehmer von Vorteil ist, erfahren Sie hier.

Entstehung des BAP

Im April 2011 verbanden sich der Arbeitgeberverband Mittelständischer Personaldienstleister (AMP) und der Bundesverband Zeitarbeit Personal-Dienstleistungen (BZA). Aus der Fusion entstand der BAP, der größte Arbeitgeberverband der Leiharbeitsbranche, mit Hauptsitz in Berlin. Amtierender Präsident des Verbands ist Volker Enkerts, Hauptgeschäftsführer ist Thomas Hetz.

Momentan zählt der BAP ca. 2.000 Mitglieder mit über 4.800 organisierten Personaldienstleistungsbetrieben. Dabei sind etwa 95 Prozent der Mitglieder kleine, mittelständische Unternehmen. Organisatorisch hat sich der BAP deutschlandweit in neun Regionen unterteilt, mit jeweils eigenen Regionalsprechern und Ansprechpartnern.

Zudem ist der BAP selbst aktiv tätig in den europäischen und weltweiten Dachverbänden Eurociett und Ciett, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), im Bundesverband Großhandel und vielen weiteren Verbänden.

Erklärte Ziele und Verhaltenskodex des BAP

Der BAP hat sich zur Aufgabe gemacht, die Kräfte der Personaldienstleister zu bündeln, deren Interessen zu wahren, zu fördern und professionell zu vertreten. Es geht um Chancengleichheit im Wettbewerb und den Austausch von Erfahrungen und Informationen. Der BAP stellt die Kontakte unter seinen Mitgliedern her und organisiert den Dialog auf regionaler Ebene.

Sowohl auf nationaler als auch auf der international europäischen Ebene vertritt der Arbeitgeberverband die Branche der Personaldienstleister. Es herrscht ein reger Austausch mit dem Gesetzgeber, den Ministerien, Parteien, Medien und mit der gesamten Wirtschaft.

Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit ist das Schaffen fairer Arbeitsbedingungen für den Arbeitnehmer. Dafür wurde ein Verhaltenskodex ins Leben gerufen, der einen wichtigen Faktor für die höhere Anerkennung der Zeitarbeitsbranche darstellt. Über dessen Einhaltung wacht ein Schiedsgericht. Um außerdem die Qualitätsstandards in der Branche immer weiter zu verbessern, bietet der BAP den Unternehmen Weiterbildungen an.

Beim BAP Mitglied werden

Um Mitglied im Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister werden zu können, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. So garantiert der BAP, dass sein Standard stetig hoch gehalten wird.

Zu den Aufnahmekriterien gehört unter anderem die Anerkennung der Verbandsstatuten, eine gültige Erlaubnis der Bundesagentur für Arbeit gemäß dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG), Arbeitsschutzrecht, Rechtskenntnisse über das Sozialversicherungsrecht und eine ordnungsgemäße Betriebsorganisation.

Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG)

Der Begriff „Arbeitnehmerüberlassung“ ist im Grunde ein Synonym für Leih- und Zeitarbeit. Das AÜG regelt bereits seit dem 11. Oktober 1972 die rechtlichen Rahmenbedingungen der Zeitarbeit in Deutschland. Also die Überlassung der Zeitarbeiter, die von einem Arbeitgeber (Verleiher) an einen Dritten (Entleiher) vermittelt werden.

Das Gesetz diente ursprünglich dem sozialen Schutz der Leiharbeiter und sollte sie vor Ausbeutung bewahren. Inzwischen verfolgt der Gesetzgeber mit dem AÜG auch arbeitsmarktpolitische Vorstellungen.

DGB-Tarifverträge für Zeitarbeitnehmer

Der BAP ist Tarifpartner der DGB-Tarifgemeinschaft Zeitarbeit. In den DGB-Tarifverträgen werden die Mindestbedingungen für Zeitarbeitnehmer in Deutschland festgelegt. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem flexiblen Arbeitskonto, das mit einem verstetigten Einkommen verbunden ist.

Grundlage ist die monatliche Arbeitszeit, die mit dem Arbeitnehmer vereinbart wurde (Sollarbeitszeit). In der Regel liegt sie zwischen 35 und 40 Stunden wöchentlich. Auf deren Bezahlung hat der Arbeitnehmer laut AÜG immer einen Rechtsanspruch, unabhängig davon, ob die monatliche Sollarbeitszeit über- oder unterschritten wird.

Zu viel oder zu wenig geleistete Arbeitsstunden werden im Arbeitskonto festgehalten. Plusstunden können vom Zeitarbeitsunternehmen entweder durch Freizeit oder Geld, oder eben durch Minusstunden ausgeglichen werden. So kann sich der Arbeitnehmer einem kontinuierlichen und verstetigten Lohn sicher sein.

Außerdem werden in den DGB-Tarifverträgen alle weiteren wesentlichen Arbeitsbedingungen festgelegt. Zum Beispiel das neunstufige Entgeltsystem, das durch Erfahrungszuschläge ergänzt wird.

Hinzu kommen individuell vertragliche Arbeitszeiten sowie Regelungen über Mehrarbeits-, Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge. Die Höhe des Weihnachts- und Urlaubsgeldes ist gestaffelt nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit, ebenso wie der Jahresurlaub (gestaffelt von 24-30 Arbeitstagen).

Zeitarbeit: Die Branche mit der höchsten Tarifbindung

Wenn im Tarifvertrag nicht anders geregelt, haben Zeitarbeitnehmer Anspruch auf dieselben Arbeitsbedingungen wie vergleichbare Kollegen im Einsatzbetrieb. Dies gilt seit 2004 und wurde von der damaligen Regierung im AÜG festgeschrieben.

In der Zeitarbeit wird beinahe jedes Arbeitsverhältnis durch DGB-Verträge arbeitsvertraglich abgesichert. Somit hat die Branche eine der höchsten Tarifbindungen aller Wirtschaftszweige in Deutschland. Gesetzte Mindeststandards, die erfüllt sein müssen, geben den Zeitarbeitskräften ein hohes Maß an Absicherung. Verbesserte Arbeitsverträge sind dabei natürlich stets möglich.

DAHMEN Personalservice unterstützt als Mitglied des BAP die Arbeit, Ziele und Regelungen des Verbandes. So gewährleisten wir faire und stabile Beschäftigungsverhältnisse für unsere Mitarbeiter.

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