Subsidiärhaftung

Der Arbeitgeber des Zeitarbeitnehmers ist das Zeitarbeitsunternehmen, welches auch die Sozialversicherungsbeiträge für seine Angestellten zahlt. Zum Schutz der Arbeitnehmer wurde die Subsidiärhaftung entwickelt, bei der das Kundenunternehmen, in dem der Arbeitnehmer eingesetzt wird, im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der Zeitarbeitsfirma als selbstschuldnerischer Bürge haftet. Das bedeutet, dass der Entleiher in einem solchen Fall während des gesamten Zeitraums der Arbeitnehmerüberlassung für die Sozialversicherungsbeiträge der Zeitmitarbeiter (§ 28e Sozialgesetzbuch IV), Beiträge zur Berufsgenossenschaft (§ 150 Sozialgesetzbuch VII) und Lohnsteuer (§ 42 d Einkommenssteuergesetz) aufkommen muss. Die Ansprüche der Sozialversicherungsträger auf solche Beiträge verjähren erst nach vier Jahren. Die Möglichkeit einer Insolvenz des Zeitarbeitsunternehmens stellt für den Entleiher somit ein Risiko dar. Um dieses zu vermeiden, muss die Seriosität des jeweiligen Personalvermittlers auf jeden Fall geprüft werden. Zur Absicherung sollten Entleiher Unbedenklichkeitsbescheinigungen der Krankenkasse, der Berufsgenossenschaft und des Finanzamtes von dem Zeitarbeitsunternehmen einfordern. Für die Sicherheit des Arbeitnehmers ist es entscheidend, dass die Zeitarbeitsfirma den Arbeitgeberverbänden BAP und IGZ angehören.

Zurück zum Zeitarbeit-Lexikon
DAHMEN Personalservice GmbHSubsidiärhaftung