Auswahlverschulden

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Überlässt ein Zeitarbeitsunternehmen einem Kundenunternehmen einen Arbeitnehmer, der nicht die vom Entleiher geforderten Qualifikationen erfüllt, ist von einem Auswahlverschulden seitens des Verleihers die Rede. Bevor eine Zeitarbeitsfirma einen Mitarbeiter verleiht, muss sie prüfen, ob dieser auch alle geforderten Qualifikationen erfüllt und persönlich für die Stelle geeignet ist. Nur dann darf der Personaldienstleister ihn überlassen. Bekleidet der Zeitarbeiter eine Vertrauensposition (Buchhalter, etc.), ist die Zeitarbeitsfirma zusätzlich verpflichtet, die Vertrauenswürdigkeit des Zeitarbeiters zu prüfen, etwa durch ein polizeiliches Führungszeugnis.

Führt die unzureichende Prüfung zur Überlassung eines unqualifizierten Zeitarbeiters, und verursacht dieser aufgrund der fehlenden Qualifikation einen ökonomischen Schaden (ist etwa eine längere Einarbeitung nötig, die zu Verzögerungen führt), haftet das Zeitarbeitsunternehmen.

Auswahlverschulden bedeutet nicht, dass die Zeitarbeitsfirma generell haftbar für alle verursachten Schäden oder gar die Schlechtleistung des entliehenen Mitarbeiters ist. Der Zeitarbeiter ist kein Erfüllungsgehilfe der Zeitarbeitsfirma. Die Leistungspflicht von Zeitarbeitsfirmen erschöpft sich in der sorgfältigen Auswahl und Überlassung eines geeigneten Zeitarbeiters.

Um einem Auswahlverschulden vorzubeugen testen professionelle Personaldienstleister potentielle Mitarbeiter ausführlich. Das Risiko einer Fehlbesetzung verringert sich dadurch signifikant.

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