Leiharbeitsverhältnis

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Das Leiharbeitsverhältnis bezeichnet das Verhältnis zwischen Arbeitgeber, Entleiher und entliehenem Arbeitnehmer. Es ist ein Arbeitsverhältnis, bei dem der Arbeitnehmer für eine begrenzte Zeit bei einem anderen Unternehmen arbeitet. Daher spricht man von Arbeitnehmerüberlassung, Zeitarbeit oder Leiharbeit.

Echtes und unechtes Leiharbeitsverhältnis

Das Arbeitsverhältnis zwischen Arbeitnehmer (Zeitarbeiter) und Arbeitgeber (Zeitarbeitsunternehmen) bleibt dabei bestehen. Es ist zu unterscheiden zwischen einem echten und einem unechten Leiharbeitsverhältnis.

Beim echten Leiharbeitsverhältnis (= nichtgewerbliche Arbeitnehmerüberlassung) wird der Arbeitnehmer regulär im Betrieb seines Arbeitgebers beschäftigt und bei Bedarf mit seiner Zustimmung vorübergehend einem anderen Unternehmen ausgeliehen. Die Dauer der Ausleihung muss vorher ausdrücklich im Vertrag vereinbart werden.

Ein unechtes Leiharbeitsverhältnis (= gewerbliche Arbeitnehmerüberlassung) entsteht dann, wenn ein Arbeitnehmer zu dem Zweck eingestellt wird, vorübergehend an ein anderes Unternehmen ausgeliehen zu werden. Die Dauer der Anstellung ist, im Gegensatz zur Ausleihung, hierbei nicht begrenzt.

Das Verhältnis zwischen Zeitarbeiter, Zeitarbeitsunternehmen und Kundenunternehmen ist ein Dreiecksverhältnis. Es gibt einen Arbeitsvertrag zwischen Zeitarbeiter und Zeitarbeitsfirma, während ein Arbeitnehmerüberlassungsvertrag die rechtliche Bindung zwischen Zeitarbeitsunternehmen und Kundenunternehmen regelt.

Bei der Ausleihung trifft den Entleiher die Fürsorgepflicht, der Zeitarbeiter ist dem Entleiher zu Treue verpflichtet, das heißt er arbeitet während der Dauer des Leiharbeitsverhältnisses nach dessen Anweisungen. Der Verleiher ist weiterhin in der Lohnzahlungspflicht.

 

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