DAHMEN-Lexikon

Begriffe rund um Zeitarbeit, Arbeitnehmerüberlassung, Personalvermittlung und mehr erklärt

Von A wie Arbeitnehmerüberlassung bis Z wie Zeitarbeitsunternehmen – in diesem Lexikon erfahren Sie alles rund um die Zeitarbeit. Finden Sie in unserem Zeitarbeit-Glossar alles zu wichtigen Themen und Begriffen aus der Arbeitswelt.

Gerne beantworten wir auch persönlich Ihre Fragen in einer unserer DAHMEN Personalservice Niederlassungen.

Abwerbeverbot

Das Abwerbeverbot ist eine Vereinbarung zwischen Kandidat bzw. Zeitarbeitnehmer und Personaldienstleister/Zeitarbeitsfirma. Es besagt, dass der Wechsel des externen Mitarbeiters in einen Kundenbetrieb nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses untersagt ist. Das Abwerbeverbot ist in Deutschland nicht zulässig. Dies dient zum Schutz der Zeitarbeitsfirmen und Personaldienstleister. So können Mitarbeiter und Kundenbetrieb keine Vereinbarung treffen, dass der Mitarbeiter bei […]

AEntG – Arbeitnehmer-Entsendegesetz

Das Ge­setz über zwin­gen­de Ar­beits­be­din­gun­gen bei grenz­über­schrei­ten­den Dienst­leis­tun­gen, kurz: „Ar­beit­neh­mer-Ent­sen­de­ge­setz“ oder auch „AEntG“, trat 1996 erstmals in Kraft. Eine gründliche Überarbeitung und Neufassung gibt es seit 2009. Ziel ist es, auf Grundlage des Ar­beit­neh­mer-Ent­sen­de­ge­setz (AEntG), Mindeststandards für Arbeitsbedingungen festzuschreiben, an die sich Arbeitgeber in bestimmten Branchen halten müssen. Aus­län­di­schen Un­ter­neh­men, die ihren Sitz außerhalb Deutschlands in einem anderen […]

AGG – Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)  ist ein Bundesgesetz, dessen Ziel es ist, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse, der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern und zu beseitigen.

Arbeitnehmerfreizügigkeit

Arbeitnehmer aus EU-Ländern  können ungeachtet ihres Wohnortes in jedem Mitgliedstaat, dessen Staatsangehörigkeit sie nicht besitzen, unter den gleichen Voraussetzungen arbeiten wie ein Angehöriger dieses Landes. Das besagt die Arbeitnehmerfreizügigkeit. Seit dem 1. Januar 2014 können Arbeitnehmer aus Rumänien und Bulgarien in allen EU-Ländern arbeiten.

Arbeitnehmerüberlassung

Auch Personalleasing, Zeitarbeit oder Leiharbeit genannt, bedeutet dass die Zeitarbeitsfirma oder der Personaldienstleister seinen Arbeitnehmer für bestimmte Tätigkeiten an ein Kundenunternehmen gegen Entgelt überlässt. In der Arbeitnehmerüberlassung besteht zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ein ganz normaler Arbeitsvertrag nach deutschem Arbeitsrecht. Durch die Überlassung hat allerdings der Personalvermittler kein Weisungsrecht.

Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG)

Hinweis: Alle aktuellen Themen zur AÜG finden Sie in unserer Blog-Kategorie zum Arbeitnehmerüberlassungsgesetz. Im deutschen Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG), auch „Gesetz zur Regelung der Arbeitnehmerüberlassung“, ist die Überlassung von Arbeitnehmern im Rahmen einer wirtschaftlichen Tätigkeit geregelt. Die Arbeitnehmerüberlassung wurde erstmals im AÜG von 1972 gesetzlich verankert. Das Erste Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt vom 23.12.2002 (BGBI. […]

Arbeitnehmerüberlassungsvertrag (AÜV)

Der juristische Rahmen für die Arbeitnehmerüberlassung ist im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz geregelt. Das Dreieckverhältnis zwischen Arbeitnehmer (Zeitarbeiter, Leiharbeiter), Arbeitgeber (Personalvermittler, Personaldienstleister oder Zeitarbeitsfirma) und Entleiher wird mithilfe dieses Vertrages geregelt. Vertragspartner sind die Zeitarbeitsfirma und der Entleiher.

Arbeitszeitkonto

Das Arbeitszeitkonto richtet das Zeitarbeitsunternehmen für Mitarbeiter ein, auf dem Plus- und Minusstunden erfasst werden, die sich durch die Abweichungen zwischen tatsächlicher und vereinbarter individueller regelmäßiger monatlicher Arbeitszeit des Mitarbeiters ergeben. Dabei ist der Arbeitgeber berechtigt, ein bestehendes Arbeitszeitguthaben wahlweise durch die Gewährung von Freizeit und durch Anrechnung auf einsatzfreie Zeit oder entsprechend der tarifvertraglichen […]

Aufhebungsvertrag

Wenn ein Mitarbeiter freiwillig das Unternehmen verlassen will, kommt es zu einem Aufhebungsvertrag. Er ersetzt in dem Fall die Kündigung. Man sollte einem Aufhebungsvertrag nur dann zustimmen, wenn eine zeitnahe Weiterbeschäftigung bei einem anderen Arbeitgeber in Aussicht ist. Ansonsten droht dem Mitarbeiter eine Sperre von bis zu 12 Wochen seitens der Arbeitsagentur. Im Aufhebungsvertrag wird […]

Aushilfsvertrag

Betriebe und Unternehmen, die zeitweise einen erhöhten Personalbedarf haben, nutzen den befristeten Aushilfsvertrag, um Produktionsspitzen abzudecken oder saisonale Aufträge abzuarbeiten. Gut zu wissen: Auch bei einem Aushilfsvertrag gibt es Probezeit. In den ersten drei Monaten kann dem Mitarbeiter fristlos gekündigt werden. Dem Arbeitnehmer steht Urlaub, aber bei Krankheit in den ersten vier Wochen keine Lohnfortzahlung […]

Außerordentliche Kündigung

Auch fristlose Kündigung genannt, weil die im Arbeitsvertrag festgelegten Fristen nicht eingehalten werden müssen. Mögliche Gründe für eine fristlose Kündigung sind zum Beispiel Diebstahl oder schlimme Fälle von Mobbing. Oft geht dieser Art von Kündigung eine Abmahnung vor. Der Arbeitnehmer kann nach Erhalt der Kündigung binnen drei Wochen Kündigungsschutzklage einreichen.

Auswahlverschulden

Überlässt ein Zeitarbeitsunternehmen einem Kundenunternehmen einen (Zeit-)Arbeitnehmer, der nicht die vom Entleiher geforderten Qualifikationen erfüllt, ist von einem Auswahlverschulden seitens des Verleihers die Rede. Bevor eine Zeitarbeitsfirma einen Mitarbeiter verleiht, muss sie prüfen, ob dieser auch alle geforderten Qualifikationen erfüllt und persönlich für die Stelle geeignet ist. Nur dann darf der Personaldienstleister ihn überlassen. Bekleidet der Zeitarbeiter eine Vertrauensposition […]

Betriebsbedingte Kündigung

Der Arbeitgeber kündigt betriebsbedingt seinen Arbeitnehmern aufgrund von Insolvenz, Umstrukturierungsmaßnahmen, Verände­rung von Ar­beits­abläufen, Schließung einer Abteilung oder Filiale und Auslagerungen. Damit eine betriebsbedingte Kündigung wirksam ist, müssen fol­gen­den Vor­aus­set­zun­gen vor­lie­gen: Die oben aufgezählten betrieblichen Erfordernisse müssen eintreten. Die Kündi­gung muss dring­lich sein, das heißt, es darf kei­ne Möglich­keit der Wei­ter­beschäfti­gung des Ar­beit­neh­mers auf ei­nem an­de­ren […]

Branchenzuschläge Zeitarbeit

Der Branchenzuschlag ist ein nach der Einsatzdauer gestaffelter Prozentsatz, der auf das jeweilige Stundenentgelt aufgerechnet oder mit übertariflichen Zulagen verrechnet wird. Zeitarbeitnehmer erhalten demnach je nach Einsatzbetrieb, Einsatzdauer und ihrer Qualifikation einen Branchenzuschlag auf den laut Tarifvertrag vereinbarten Lohn.  Der Tarifvertrag über die Branchenzuschläge ist seit dem 01. November 2012 gültig und hat eine Laufzeit […]

Direktvermittlung

Zweck der Direktvermittlung ist die direkte Einstellung des (Leih-)Arbeitnehmers bei dem Kundenunternehmen. Bei der klassischen Personalvermittlung stellt der Personalservice den Kontakt zwischen dem Unternehmen mit Personalbedarf und dem Bewerber her. Er tritt als Recruiter auf, akquiriert offene Stellenangebote, macht sich ein Bild von den Bewerbern und trifft unter allen Kandidaten eine Vorauswahl. Der Arbeitsvertrag wird zwischen dem […]

Drehtürklausel

Die im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) enthaltene Drehtürklausel soll verhindern, dass Personal entlassen oder nicht weiter beschäftigt wird und anschließend, innerhalb von sechs Monaten nach Ausscheiden als Leiharbeitskraft wieder im selben Unternehmen zu schlechteren Bedingungen eingesetzt wird. Stand ein Zeitarbeitnehmer in den letzten sechs Monaten vor seinem Einsatz in einem Arbeitsverhältnis mit dem Entleiher oder einem konzernangehörigen […]

Dreiecksverhältnis

Das Dreiecksverhältnis bezeichnet in der Zeitarbeit die folgenden beteiligten Parteien: den Zeitarbeiter, das Zeitarbeitsunternehmen und das Kundenunternehmen.  Einen Arbeitsvertrag gibt es zwischen Zeitarbeiter und Zeitarbeitsunternehmen, einen Arbeitnehmerüberlassungsvertrag zwischen Zeitarbeitsunternehmen und Kundenunternehmen. Zeitarbeitsfirmen treten als Arbeitgeber auf, stellen Zeitarbeitnehmer ein, entlohnen diese und überlassen ihre Arbeitskräfte zu gewerblichen Zwecken an andere Unternehmen. Dafür braucht es eine […]

Einsatzwechseltätigkeit

Der Zeitarbeitnehmer  hat keinen permanenten Arbeitsplatz, sondern wird an ständig wechselnden Einsatzorten eingesetzt. Eine typische Branche für die Einsatzwechseltätigkeit ist das Bauwesen. Die Zahl der Einsatzstellen in einem Kalenderjahr ist nicht relevant. Üblicherweise ersetzt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer bei einer Einsatzwechseltätigkeit Fahrtkosten und Übernachtungskosten sowie den Verpflegungsmehraufwand in dem von der Finanzverwaltung zugelassenen Umfang steuerfrei.

Entleiher

Entleiher ist eine Bezeichnung für Unternehmen, die Zeitarbeit oder Arbeitnehmerüberlassung als Dienstleistung in Anspruch nehmen (z. B. Zeitarbeitsfirma, Personaldienstleister). Der Entleiher hat Weisungsrecht dem Zeitarbeitnehmer gegenüber und nutzt die Arbeitskraft des Leiharbeitnehmers, ohne dass arbeitsrechtliche Ansprüche daraus erwachsen, da direkte vertragliche Bindungen zum Leiharbeitnehmer fehlen.

Equal Pay

Darunter versteht die Zeitarbeitsbranche den Ansatz der gleichwertigen Bezahlung eines Zeitarbeitnehmers, in einer Höhe, in der auch der vergleichbar eingesetzte Stamm-Mitarbeiter im Kundenbetrieb entlohnt wird. Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz schreibt das Einhalten gleicher Arbeitsbedingungen vor (Equal Treatment), zu denen neben Arbeitszeit und Urlaubsanspruch vor allem das Entgelt gehört. Er sieht eine absolute Gleichbehandlung von Zeitarbeitnehmern nach dem Equal-Pay-Prinzip vor, eröffnet jedoch […]

Equal Treatment

Auf Deutsch heißt dieser Begriff Gleichstellungsgrundsatz und bedeutet folgendes: Zeitarbeitnehmer haben während eines Einsatzes Anspruch auf die im Kundenbetrieb geltenden Arbeitsbedingungen eines vergleichbaren Stamm-Mitarbeiters. Das Equal Treatment bezieht sich auf die Dauer der Arbeitszeit, auf Überstunden, Pausen, Ruhezeiten, Nachtarbeit, Urlaub, arbeitsfreie Tage und auf das Arbeitsentgelt wie zum Beispiel Jahressonderzahlungen, Zulagen, Zuschläge, Prämien, Bonuszahlungen und arbeitgeberseitige Zuschüsse zu betrieblichen […]

Erlaubnis der gewerblichen Arbeitnehmerüberlassung

Arbeitnehmerüberlassungserlaubnis: Die zuständige Agentur für Arbeit erteilt die Erlaubnis für Zeitarbeitsunternehmen bzw. Personaldienstleister, die gewerbliche Arbeitnehmerüberlassung betreiben wollen. Voraussetzungen für die Erlaubnis sind Nachweise über Kenntnisse und Beachtung der Vorschriften und Nachweise über die Organisation der Zeitarbeitsfirma als Arbeitgeber. Die Erlaubnis ist zunächst auf ein Jahr befristet.

Executive Search

Executive Search (Personalvermittlung) bezeichnet die Direktansprache von Top-Führungskräften durch einen externen Dienstleister. Es werden keine Stellenanzeigen geschaltet, sondern geeignete Kandidaten aus anderen Unternehmen gezielt angesprochen. Diese Vermittlungsmethode wird auch bei der Suche nach ungewöhnlichen Spezialisten angewandt.  Teilnehmer des Prozesses sind das Personalberatungsunternehmen mit seinen Researchern bzw. Recruitern, sein Klient (das suchende Unternehmen) und der Wunschkandidat mit entsprechender […]

Insolvenz

Insolvenz bedeutet Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers. Kommt es zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens, wird der Insolvenzverwalter provisorisch zum neuen Arbeitgeber. Er kann den Mitarbeitern eine ordentliche Kündigung aussprechen. Die Kündigungen sind hierbei betriebsbedingt und rechtlich begründet. Ist den Arbeitnehmern noch nicht gekündigt worden, bekommen die Mitarbeiter nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens ihr Geld vom Insolvenzverwalter ausgezahlt. Zahlt dieser […]

Insolvenzgeld

Gibt es durch die Insolvenz Lohnausfälle, kann der Arbeitnehmer bei der Agentur für Arbeit einen Antrag auf Insolvenzgeld stellen. Der Anspruch auf Insolvenzgeld besteht für maximal drei Monate, solange erhält der Arbeitnehmer seinen ursprünglichen Nettolohn. Bei der Antragstellung gibt es eine Ausschlussfrist von zwei Monaten ab Insolvenzereignis zu beachten. Sobald der Beschluss über Eröffnung oder […]

Interim Management

Interim Management bezeichnet das Einsetzen von Führungskräften im Top-Management, häufig zu Zwecken eines Ausgleichs von personellen Ausfällen und des Krisenmanagements. Die Führungskräfte arbeiten zeitlich befristet in der Managementposition eines Unternehmens und übernehmen dort Ergebnisverantwortung. Ihre Arbeitszeit im Unternehmen geht mit der Zeitspanne einher, in der Probleme im Unternehmen auftreten, Sanierungen anstehen oder noch keine neue stabile neue […]

Klebe-Effekt

Personalexperten bezeichnen es als Klebe-Effekt, wenn externe Mitarbeiter vom Kundenunternehmen übernommen werden. Zeitarbeitnehmer werden dem Unternehmen von der Zeitarbeitsfirma für einen gewissen Zeitraum überlassen. Haben diese das Kundenunternehmen überzeugt, besteht die Möglichkeit das Verhältnis in eine Festanstellung zu übertragen. Durch Zeitarbeit haben Entleiher die Möglichkeit sich zuvor ungebunden ein Bild vom Arbeitnehmer zu machen. Die […]

Kundenbetrieb

Der Kundenbetrieb ist das Unternehmen, in das Arbeitnehmer für Zeitarbeit eingesetzt werden. Man nennt den Kundenbetrieb in der Branche Entleiher, da er sich Personal vom Zeitarbeitsunternehmen für gewisse Zeit leiht. Der Arbeitnehmer ist über die Zeitarbeitsfirma eingestellt, der Kundenbetrieb hat über ihn jedoch Weisungsrecht. Für Unternehmen ist Zeitarbeit eine hervorragende Möglichkeit ungebunden Mitarbeiter zu beschäftigen, […]

Kündigungsschutz

Unter Kündigungsschutz versteht man gesetzliche Regelungen, die die Kündigung eines Vertrages erschweren oder ausschließen. Der Kündigungsschutz schützt den Arbeitnehmer vor einer willkürlichen Kündigung durch den Arbeitgeber. Der Kündigungsschutz gilt dann, wenn der Mitarbeiter länger als sechs Monate in einem Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten tätig ist. Die Neuregelung, dass Arbeitnehmer nur in Betrieben mit mehr als zehn Arbeitnehmern Kündigungsschutz […]

Kurzarbeit

Kurzarbeit ist eine vorübergehende Verringerung der Arbeitszeit aufgrund eines erheblichen Arbeitsausfalls. Bei negativer Wirtschaftslage ist sie eine bessere Variante als eine Kündigung. Betroffene arbeiten dabei weniger als sonst, in einigen Fällen sogar gar nicht. Von der Kurzarbeit können alle oder nur ein Teil der Arbeitnehmer des Betriebes betroffen sein. Um den Verdienstausfall teilweise finanziell auszugleichen, können die […]

Kurzarbeitergeld

Das konjunkturelle Kurzarbeitergeld (Kug) wird Arbeitnehmern gezahlt, wenn es in Betrieben vorübergehend zu einer Verkürzung der regelmäßigen betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit infolge wirtschaftlicher Ursachen oder eines unabwendbaren Ereignisses kommt. Zuständig für diese Leistung ist in Deutschland die Bundesagentur für Arbeit. Ab Januar 2016 beträgt die gesetzliche Regel-Bezugsdauer längstens 12 Monate.

Kurzfristige Beschäftigung

Die kurzfristige Beschäftigung ist neben dem Minijob die zweite Variante der geringfügigen Beschäftigung. Die Beschäftigung ist auf zwei Monate oder auf 50 Arbeitstage im Kalenderjahr begrenzt. Sie darf nicht berufsmäßig sein, falls das Entgelt über 400 Euro im Monat liegt. Es handelt sich um kurzfristige Beschäftigung oft bei Krankheitsvertretungen, Saisontätigkeiten und Ferienjobs.  Dabei fallen keine Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung an, […]

Leiharbeit

Leiharbeit ist der veraltete bzw. der umgangssprachliche Ausdruck für Arbeitnehmerüberlassung, Zeitarbeit oder Personalleasing. Arbeitnehmer werden vom Zeitarbeitsunternehmen oder Verleiher an das Kundenunternehmen oder den Entleiher für eine gewisse Zeit überlassen bzw. entliehen. In diesem Dreiecksverhältnis schließen Zeitarbeitnehmer und Zeitarbeitsfirma einen normalen Arbeitsvertrag; Zeitarbeitsfirma und Kundenunternehmen schließen hingegen einen Arbeitnehmerüberlassungsvertrag (AÜV).

Leiharbeitsfirma

Eine Leiharbeitsfirma, auch Zeitarbeitsfirma genannt, ist ein Unternehmen, das im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit) Mitarbeiter an andere Unternehmen verleiht. Das Zeitarbeitsunternehmen (Verleiher) ist der Arbeitgeber des Leiharbeiters, der dem Kundenunternehmen (Entleiher) für eine bestimmte Zeit zur Verfügung gestellt wird. Diese Beziehung zwischen den drei Parteien wird als Dreiecksverhältnis bezeichnet. Zwischen Leiharbeitsfirma und Leiharbeiter wird ein […]

Master Vendor Modell

Es kann vorkommen, dass die Anzahl der einzusetzenden Zeitarbeitnehmer den Personalbestand eines Zeitarbeitsunternehmens übersteigt. In solchen Fällen werden bei Bedarf in Absprache mit dem Auftraggeber die Überlassung zusätzlicher Zeitarbeitnehmer von weiteren Personaldienstleistern über Rahmenverträge veranlasst. Die Einbindung von Vertragspartnern unterliegt einer besonderen Form des On-Site-Managements (Vor-Ort-Management) und wird als „Master-Vendor-Modell“ bezeichnet. Die Kopplung der Prozesse aller Zeitarbeitsfirmen, […]

Mindestlohn

Anspruch auf den Mindestlohn haben auch Zeitarbeitnehmer.  Ab 1. April 2015 stieg die Lohnuntergrenze nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz auf 8,80 Euro im Westen und auf 8,20 Euro im Osten. Ab 1. Juni 2016 beträgt die Lohnuntergrenze für Zeitarbeiter 9,00 Euro im Westen und 8,50 Euro im Osten. Niedrigere Entgelte für Zeitarbeiter sind rechtswidrig. Aktuelle Nachrichten zum Mindestlohn finden Sie […]

Minijob

Der Minijob wird auch 450-Euro-Job genannt.  Als Minijobber darf man nicht mehr als 450 Euro/Monat verdienen. Geringfügig Beschäftigte sind nach deutschem Recht in dieser Beschäftigung in der gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung nicht versicherungspflichtig. Von der Rentenversicherungspflicht können sie sich befreien lassen. Der Arbeitgeber trägt einen pauschalen Beitrag zur Kranken- und Rentenversicherung. Daraus folgt aber kein Krankenversicherungsschutz […]

Multi-Channel-Posting

Multi-Channel-Posting (MCP), auch Job-Multiposting genannt, bezeichnet das Schalten einer Stellenanzeige auf verschiedenen Internetseiten, Jobportalen, Stellenbörsen, Plattformen, etc. mit nur einem Mausklick. Häufig werden dafür bestimmte Tools oder Dienstleister in Anspruch genommen. Dabei bedeutet Multi-Channel-Posting nicht, dass ohne Beschränkung auf möglichst vielen Websites oder Jobbörsen inseriert werden soll. Wichtig ist, dass Job und Stellenbörse zueinander passen. […]

On-Site-Management

Der Begriff bezeichnet eine Art Dienstleistung in der Arbeitnehmerüberlassung, die nicht im hauseigenen Büro des Zeitarbeitsunternehmens ausgeübt wird. Der Personaldienstleister übernimmt das Management der Zeitarbeitnehmer direkt am Einsatzort. Der Verantwortliche vor Ort ist der On-Site-Manager. Vor-Ort-Management wird oft dann praktiziert, wenn die Anzahl der zu überlassender Arbeitnehmer groß und die Zeitdauer der Beschäftigung lang ist. Als Personaldienstleister bieten wir On-Site-Management an.

Outplacement

Outplacement ist die vorteilhafte und faire Art, Personal abzubauen, die mit einer einvernehmlichen Trennung einhergeht. Durch Outsourcing, der Doppelbesetzung von Stellen, Stellenwegfall oder auch persönliche Gründe muss ein Teil der eigenen Mitarbeiter häufig entlassen werden. Sind mehrere Arbeitnehmer durch einen Personalabbau betroffen, wird Outplacement in vielen Fällen durch Personaldienstleister durchgeführt. Diese helfen Arbeitnehmern rechtzeitig, noch vor Freisetzung bei einem […]

Outsourcing

Outsourcing setzt sich aus den Begriffen outside, resource und usingzusammen und bedeutet die Nutzung externer Ressourcen durch die Auslagerung von Dienstleistungen, die ursprünglich firmenintern erbracht wurden, an Dritte. Externes Personal übernimmt dabei Sekundärfunktionen des Betriebs. Das bietet Unternehmen, sich vollständig auf ihre Kerngeschäfte zu konzentrieren und somit die betrieblichen Prozesse zu optimieren. Eine sehr häufige Art des Outsourcings […]

Personalbeschaffung

Personalbeschaffung ist ein Teil der Personalwirtschaft und befasst sich mit der kostengünstigen und qualitativen Deckung des Personalbedarfs. Um die interne Personalbeschaffung kümmert sich die Personalabteilung durch Personalentwicklung, Umstrukturierung, Versetzung und innerbetriebliche Stellenausschreibungen. Da kein Geld für Headhunter oder das Schalten von Anzeigen benötigt wird, ist die interne Beschaffung besonders kostengünstig. Zudem müssen Mitarbeiter nicht vollkommen […]

Personaldienstleister

Personaldienstleister decken die gesamte Bandbreite an Dienstleistungen rund um die Gewinnung, den Einsatz und die Freisetzung von Personal ab. In erster Linie sind dies Zeitarbeitsunternehmen. Grundsätzlich gibt es zwei Hauptformen von Personaldienstleistung: die assistierende und die beratende. Assistierende Personaldienstleister praktizieren neben der Zeitarbeit und dem Interim-Management alle Formen des Outsourcings von Personalverwaltung (Bewerbermanagement, Spesenabrechnung, Zeugniserstellung usw.). Schwerpunkte […]

Personaldisponent

Hauptsächlich vermitteln Personaldisponenten Mitarbeiter an Unternehmen mit Personalbedarf. Sie fungieren als Vermittler zwischen Jobsuchenden und Unternehmen. Tätig sind Personaldisponenten vorwiegend in Personaldienstleistungsunternehmen. Dort betreuen sie die Unternehmen bei der Suche nach passenden Mitarbeitern, schlagen geeignete Kandidaten vor und helfen bei der Vorauswahl. Der Auf- und Ausbau ihres Kundenstammes (suchende Unternehmen sowie Zeitarbeitnehmer) gehört auch zu […]

Recruiter

Moderne Bezeichnung für Fachleute der Personalbeschaffung, auch Personaldisponenten genannt. Sie suchen und gewinnen im Auftrag von Unternehmen kostengünstig neues qualifiziertes Personal. Dies geschieht durch die exakte Ermittlung des Personalbedarfs und eine professionelle Rekrutierung. Der Recruiter schaltet Stellenanzeigen, akquiriert offene Anzeigen, sichtet Bewerbungsunterlagen, führt Interviews und Vorgespräche mit den Bewerbern und vermittelt die Bewerber mit den […]

Rent a Recruiter

Rent a Recruiter (zu Deutsch „Miete einen Recruiter) bezeichnet ein Modell, bei dem ein Unternehmen zur Unterstützung bzw. Ergänzung der eigenen HR-Abteilung einen externen Personalvermittler mietet. Der Recruiting-Prozess wird also teilweise, komplett oder projektbezogen an ein externes Unternehmen (Personaldienstleister) ausgelagert. Rent a Recruiter wird häufig auch als Recruitment Process Outsourcing (RPO) bezeichnet. Gründe für Rent […]

Saisonjob

Saisonarbeit ist eine Tätigkeit für einen vorübergehenden, begrenzten Zeitraum.  Typische Branchen für eine Saisonarbeit gibt es in der Landwirtschaft, im Tourismus sowie im  Hotel- und Gaststättengewerbe.

Saisonkurzarbeitsgeld

Das Saisonkurzarbeitsgeld wird aus den Mitteln der Arbeitslosenversicherung finanziert und dient der Stabilisierung des Beschäftigungsverhältnisses. Die Gewährung dieses Lohnersatzes und der ergänzenden Leistungen hat zum Ziel, Arbeitnehmer bei saisonalen Arbeitsausfällen in der Schlechtwetterzeit nicht in die Arbeitslosigkeit zu entlassen und somit ganzjährige Beschäftigungen zu ermöglichen. Saisonkurzarbeitsgeld wird besonders im Baugewerbe an Arbeitnehmer ausgezahlt, die aufgrund […]

Schriftformerfordernis

Damit ein Überlassungsverhältnis zustande kommt, bedarf es eines Arbeitnehmerüberlassungsvertrages (AÜV) zwischen Entleiher und Verleiher. Für den Abschluss des Vertrags hat der Gesetzgeber in § 12 Abs. 1 AÜG die Schriftform vorgeschrieben. Die Regelung wurde mit der neuen AÜG-Reform verschärft. DAHMEN bietet ein praktisches Tool, dass diese Herausforderung über die digitale Signatur löst. Um diese einzuhalten müssen beide Vertragsparteien die […]

Sonderzahlungen

In der Regel wird unter Sonderzahlungen Urlaubs- und Weihnachtsgeld verstanden, wobei Letzteres mit dem 13. Gehalt gleichgesetzt wird. Zeitarbeitnehmer haben nach den Equal-Pay-Vorschriften Anspruch auf dieselben Sonderzahlungen, wie Arbeitnehmer im Kundenstammbetrieb. Wird die Sonderzahlung an eine Stichtagsregelung geknüpft, so ist der Anspruch nur gegeben, wenn der Arbeitnehmer am Stichtag in dem betreffenden Unternehmen eingesetzt war. […]

Stamm-Mitarbeiter

Stamm-Mitarbeiter sind Festangestellte, die im Kundenbetrieb, also beim Entleiher tätig sind. Durch Equal Pay und Equal Treatment werden Zeitarbeitnehmern die gleichen Rechte und gleiche Arbeitsbedingungen wie den Stammmitarbeitern im Kundenunternehmen gewährt.

Strategische Zeitarbeit

Auftragsschwäche und Hochkonjunktur haben in der Wirtschaft bestimmte Phasen. Solche konjunkturellen Schwankungen verlangen nach höchster Flexibilität. So lassen sich Einsätze in der Personalüberlassung bewusst planen. Die Strategien beinhalten unter anderem Anforderungen zur Abdeckung des Personalbedarfes bei Auftragsspitzen sowie Anforderungen zur Minimierung des Weiterbeschäftigungsrisikos bei Auftragsrückgängen. Dabei obliegt dem Entleiher die Erfüllung der Anforderungen. Eine solide Zusammenarbeit mit […]

Subsidiärhaftung

Der Arbeitgeber des Zeitarbeitnehmers ist das Zeitarbeitsunternehmen, welches auch die Sozialversicherungsbeiträge für seine Angestellten zahlt. Zum Schutz der Arbeitnehmer wurde die Subsidiärhaftung entwickelt, bei der das Kundenunternehmen, in dem der Arbeitnehmer eingesetzt wird, im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der Zeitarbeitsfirma als selbstschuldnerischer Bürge haftet. Das bedeutet, dass der Entleiher in einem solchen Fall während des gesamten […]

Synchronisationsverbot

Das Synchronisationsverbot verhinderte in der Vergangenheit, dass Leiharbeitsfirmen Beschäftigte nur für die Dauer eines akquirierten Einsatzes in einem Entleihbetrieb einstellten. Damit wurde das Ziel verfolgt, die Arbeitsverhältnisse zu verlängern. Der Zeitarbeitnehmer sollte also nicht nur gezielt für einen bestimmten Einsatz beschäftigt werden, sondern dauerhaft beim Zeitarbeitsunternehmen angestellt sein. Nach einer Lockerung des Gesetzes im Jahr […]

Tarifvertrag

Ein Tarifvertrag ist ein Vertrag zwischen Tarifvertragsparteien, zu denen einerseits Arbeitgeber und Arbeitgeberverbände, andererseits Gewerkschaften, die im Interesse der Arbeitnehmer agieren, gehören. Die Verträge beinhalten Rechtsnormen zu Arbeitsverhältnissen, wie Arbeitsentgelt und Mindestlohn, Arbeitszeiten, Urlaubsanspruch, Abschluss und Kündigung der Arbeitsverhältnisse und Laufzeit, und regeln betriebliche Fragen. Dadurch sollen beide Parteien den gleichen Schutz erhalten; eine rechtliche […]

Treuepflicht

Der Zeitarbeitnehmer hat gegenüber seinem Entleiher (Kundenunternehmen) Treuepflicht. Der Arbeitnehmer ist zwar über das Zeitarbeitsunternehmen angestellt, hat mit diesem einen Vertrag und erhält von diesem sein Entgelt, ist aber dem Kundenunternehmen zur Treue verpflichtet. Es ist seine Pflicht, während seiner Tätigkeit im Unternehmen seine Arbeitsleistung im Sinne des Entleihers einzusetzen, die Interessen des Entleihers im […]

Überlassungshöchstdauer

Die Überlassungshöchstdauer bezeichnet die zulässige Länge des Einsatzes eines Zeitarbeitnehmers bei einem Entleiher. Dadurch wird dem auch auf europäischer Rechtsebene vorgegebenen vorübergehendem Charakter der Personalüberlassung entsprochen. Seit dem Wirkungseintritt des reformierten Arbeitgeberüberlassungsgesetzes am 01.04.2017 beträgt die gesetzliche Höchstüberlassungsdauer für Arbeitnehmer 18 Monate. Dabei werden vorherige Einsätze des Zeitarbeitnehmers angerechnet. Liegen zwischen den Einsatzperioden mehr als drei Monate […]

Übertarifliche Bezahlung

Die übertarifliche Bezahlung ist ein Arbeitsentgelt, das über die Vorgaben des Grundtarifwerkes hinausgeht. Je höher die Ausbildung, desto höher ist die Chance auf eine übertarifliche Bezahlung.  Bessere Löhne sind aber heutzutage auch im Helferbereich üblich. Laut Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V. wächst die Zahlungsbereitschaft der Zeitarbeitsunternehmen zunehmend. Damit sorgen Personaldienstleister für mehr Attraktivität. Übertarifliche Bezahlung sollte […]

Unbedenklichkeitsbescheinigung

Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung bestätigt, dass der Arbeitnehmer seiner Sozialversicherungspflicht nachgekommen ist, alle gesetzlich vorgeschriebenen Abgaben vollständig und zeitig ausgeführt hat, dass keinerlei Beitragsrückstände vorliegen und die Melde- und Nachweispflichten erfüllt wurden. Eine solche Bescheinigung kann von den Berufsgenossenschaften, den Finanzämtern und den Krankenkassen ausgestellt werden. In der Zeitarbeit dienen Unbedenklichkeitserklärungen auch dem Schutz des Entleihers, des […]

Verleiher

Mit einem anderen Wort das Zeitarbeitsunternehmen, das externe Mitarbeiter gegen Entgelt verschiedenen Kundenunternehmen zur Verfügung stellt. Der Verleiher bildet neben Entleiher und Arbeitnehmer eine Komponente im Dreiecksverhältnis der Zeitarbeit. Das Zeitarbeitsunternehmen bzw. der Personaldienstleister tritt als Arbeitgeber auf und schließt einen Arbeitsvertrag mit dem Zeitarbeitnehmer ab, der sämtliche Arbeitsbedingungen beinhaltet. Dem Entleiher, dem Kundenunternehmen, gegenüber […]

Verpflegungsmehraufwand

Durch berufliche Einsätze außerhalb der Arbeitsstätte und des Zuhauses oder Dienstreisen fallen zusätzliche Kosten für die Verpflegung der Arbeitnehmer an, die als Betriebsausgaben oder Werbekosten verrechnet werden können und steuerlich absetzbar sind. Leiharbeitnehmer haben in Bezug auf Verpflegungsmehraufwand die gleichen Rechte und steuerlichen Vorteile wie andere auswärts tätige Arbeitnehmer.  Der Werbungskostenabzug für die Verpflegungspauschale von […]

Verrechnungssatz

Der Verrechnungssatz ist der Betrag, den das Einsatzunternehmen für die ausgeliehenen Mitarbeiter an die Zeitarbeitsfirma zahlt. Der Verrechnungssatz ist immer höher als das Gehalt des Zeitarbeitnehmers, denn von diesen Einnahmen muss das Zeitarbeitsunternehmen seine Kosten decken.  Darunter fallen das Gehalt der Zeitarbeitnehmer, die Arbeitgeberanteile für die Sozialversicherung und die Berufsgenossenschaft, Rücklagen für Urlaub und Krankheit […]

Weisungsrecht

Zeitarbeitsfirmen stellen dem Entleiher qualifizierte Mitarbeiter zur Verfügung.  Das Weisungsrecht, auch Direktionsrecht, trägt der Kundenbetrieb, der für die Ausführung und Qualität der Arbeit verantwortlich ist. Dem Arbeitgeber ist es dadurch erlaubt, den Zeitarbeitsnehmern Anweisungen zu erteilen, die im Arbeitsvertrag nicht konkret festgelegt sind. Hierzu gehören gewisse Tätigkeiten, aber auch die Ausstattung an Arbeitskleidung oder das […]

Weiterbeschäftigungsrisiko

Wenn einem Einsatz eines Zeitarbeitnehmers in einem Kundenbetrieb keine Anschlussbeschäftigung folgt, hat das Zeitarbeitsunternehmen das Risiko von finanziellem Verlust. Der Zeitarbeiter verdient zwar weiterhin sein Geld, der Personalvermittler erwirtschaftet in dieser verleihfreien Zeit jedoch keine Umsätze mit ihm.

Zeitarbeit

Zeitarbeit, auch Arbeitnehmerüberlassung oder früher Leiharbeit genannt, ist eine flexible Dienstleistung, die sich heute in vielen Branchen etabliert hat. Es handelt sich um ein Dreiecksverhältnis, bei dem die Personalvermittler oder Zeitarbeitsfirmen kurzfristig externe Mitarbeiter an Firmen ausleihen, die Auftragsspitzen, Krankheits- oder Urlaubsausfälle oder freie Positionen haben und diese durch zusätzliches Personal kurzfristig ausgleichen wollen. Das […]

Zeitarbeitnehmer

Externes Personal, welches an die Kundenbetriebe vermittelt wird, auch Leiharbeitnehmer genannt. Der Arbeitgeber der Zeitarbeitnehmer ist der Personaldienstleister, mit dem auch der Arbeitsvertrag geschlossen wird, in dem die Arbeitsbedingungen wie Vergütung und Urlaubstage festgelegt sind, und von dem der Zeitarbeitnehmer sein Entgelt erhält. Er wird dabei in der Regel auch dann vergütet, wenn er gerade […]

Zeitarbeitsfirma

Eine Zeitarbeitsfirma, auch Verleiher oder Leiharbeitsfirma genannt, verleiht Arbeitnehmer (Leiharbeitnehmer) für eine bestimmte Zeit an Unternehmen (Entleiher). So entsteht durch die Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit) ein Dreiecksverhältnis zwischen den Parteien. Die Zeitarbeitsfirma schließt als Arbeitgeber einen Arbeitsvertrag mit dem Arbeitnehmer. Der Vertrag hält sich an das deutsche Arbeitsrecht und sichert den Zeitarbeitnehmer sozial und finanziell ab. Er […]

Zeitarbeitsunternehmen

Das Zeitarbeitsunternehmen ist ein Personaldienstleister, wie Dahmen Personalservice oder advola, der dank seiner Flexibilität und seinem breiten Netzwerk schnell auf die Bedürfnisse von Kundenunternehmen reagieren kann und qualifiziertes Personal vermittelt. Im Dreiecksverhältnis der Zeitarbeit ist er der Verleiher, der seine Mitarbeiter für eine gewisse Zeit an ein Einsatzunternehmen ausleiht. Er schließt den Arbeitsvertrag mit dem […]

Zulagen

Zulagen sind steuerpflichtige Zahlungen des Arbeitgebers, die zusätzlich zum vereinbarten Grundlohn oder Grundgehalt gezahlt werden. Der Anspruch ergibt sich aus einer tarifvertraglichen Regelung, einer Betriebsvereinbarung oder aus einem Arbeitsvertrag. Es gibt verschiedene Sorten von Zulagen. Erschwerniszulagen zum Beispiel werden als Ausgleich für besondere Belastungen wie Schmutz, Erschütterung und Hitze gewährt. Leistungszulagen vergüten besondere Leistungen des Arbeitnehmers. […]

Zuschläge

Wer dann arbeitet, wann der Durchschnittsbürger frei hat, verdient weitere Zahlungen von dem Arbeitgeber. Für besondere Leistungen oder Belastungen werden folgende Zuschläge bezahlt: Überstunden-, Mehrarbeits-, Nachtarbeits-, Sonntags-, Feiertags- und Schichtzuschläge. Die Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit sind in bestimmten Grenzen steuer- und beitragsfrei. Es gibt allerdings keinen gesetzlichen Anspruch auf Lohnzuschlag für Sonn- und Feiertagsarbeit.

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