Wie Sie mit Lücken im Lebenslauf umgehen

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Viele kennen es: Die nächste Bewerbung steht an und… Moment mal, da war doch was! Stimmt! Der eigene Lebenslauf tritt uns wieder vors geistige Auge! Und wenn der sich nicht lückenlos darstellen lässt, kann dies schon mal zum ein oder anderen Schweißausbruch führen. Denn wie man aus Erfahrung weiß: Auch, wenn Sie prinzipiell für die ausgeschriebene Stelle geeignet wären – einem wachsamen Personaler-Auge entgeht keine Lücke im Lebenslauf und keine Ungereimtheit in Ihrer Vita. Wenn Sie dann keine schlüssigen Antworten bereit halten, kann das einen schlechten Eindruck machen.

Wir zeigen Ihnen in diesem Beitrag, wie Sie gekonnt mit Lücken im Lebenslauf umgehen und Personaler auch trotz Lücken überzeugen.

IMMER SCHÖN ENTSPANNT BLEIBEN!

Lücken im Lebenslauf – woher kommen die eigentlich? Betrachtet man einmal die Lebensfilme bekannter und erfolgreicher Persönlichkeiten, fällt auf: Viele Lebensläufe verlaufen überhaupt nicht linear, sondern sind gespickt von überraschenden Wendungen und Leerzeiten.

Insofern lautet die erste Regel im akuten Bewerbungsprozess: Tief durchatmen, entspannt bleiben und selbstbewusst auf die eigenen Unregelmäßigkeiten blicken. Oft sind auch das Salz in der Suppe und sollten ebenso wertgeschätzt werden, wie die Stärken Ihrer Bewerbung.

WAS VERSTEHEN RECRUITER UNTER „LÜCKEN im Lebenslauf“?

Was man in früheren Zeiten „Personalabteilung“ nannte, heißt in den Firmen heute meist „Human Ressources“ oder HR. Im Wettbewerb mit anderen Unternehmen kämpfen hier HR-Manager um High Potentials und kreative Köpfe im Markt. Diese modernen HRler verstehen unter Lücken im Lebenslauf Zeiten, in denen Sie weder einer beruflichen Beschäftigung nachgegangen sind oder keine schulische Ausbildung bzw. Fortbildung absolviert haben.

Wenn es einst darum ging Lücken von einem Jahr zu erklären, haken moderne Recruiter auch schon mal bei Leerphasen von zwei Monaten nach. Wohl dem, der für die fragliche Zeit nachvollziehbare Erklärungen liefert, wie Warten auf einen Ausbildungs- oder Studienplatz, einen Auslandsaufenthalt oder eine berufliche Umorientierung.

ABSOLUTE EHRLICHKEIT – ENTWAFFNEND IM KAMPF UM BEGEHRTE JOBS

Auch wenn Albert Einstein einmal gesagt hat: „Wir leben in einer Welt, wo Ehrlichkeit als Schwäche zählt und die Lügner auf Händen getragen werden“ – bei einer Bewerbung, oder einem Bewerbungsgespräch erweist sich Ehrlichkeit als beste Option.

In jedem Fall gibt es nichts Schlimmeres, als wenn der Personaler bei einer fälschlich ausgewiesenen mehrmonatigen Pause, einen Nachweis, wie z.B. das Zertifikat einer Fortbildung verlangt und Sie diesen nicht liefern können. Von einige Formulierungen sollten Sie jedoch am besten Abstand nehmen, z.B. ist das Wort „arbeitslos“ ein No-Go und kann elegant durch „arbeitssuchend“ ersetzt werden!

LÜCKEN IM LEBENSLAUF FÜLLEN. GEHT DAS?

Lücken im Lebenslauf künstlich aufzufüllen ist nicht ratsam. Wer im Lebenslauf keine Monatsangaben macht und nur mit Jahreszahlen aufwartet, der macht sich bei den meisten Personalverantwortlichen schon verdächtig. Spätestens, wenn ein Recruiter Sie um die Erlaubnis bittet, sich einmal mit Ihrem letzten Arbeitgeber in Verbindung zu setzen, um die von Ihnen gemachten Angaben zu verifizieren, haben Sie seinen Verdacht erregt. Dies gilt es unter allen Umständen zu vermeiden, auch wenn es noch lange nicht das Aus für Sie bedeutet.

Andererseits: Vielleicht finden Sie bei ihrem letzten Arbeitgeber einen Vorgesetzten, der eine hohe Meinung von Ihnen hat. Dann kann das sogar eine Entscheidung zu Ihren Gunsten beeinflussen.

Übrigens: Wenn Sie wegen einem Studium und mangelndem Numerus Clausus auf Ihren Studienplatz gewartet haben, kann Ihnen diese Wartezeit ausnahmsweise auch einmal zum Vorteil gereichen. Denn das beharrliche Warten kann Ihnen positiv als Konsequenz und Leistungsorientiertheit angerechnet werden.

LÄSTEREIEN ÜBER FRÜHERE ARBEITGEBER vermeiden

Egal wie schlimm Sie ihr letzter oder vorletzter Arbeitgeber behandelt hat: Bei der Bewerbung für einen neuen Arbeitgeber sollten Sie es vermeiden sich bei Ihrem Recruiter über ihren vorigen Arbeitgeber zu beschweren oder gar zu lästern.

Und bedenken Sie: Heutzutage kommt es auch nicht mehr nur auf die allzu glatt gebügelten Lebensläufe an. Modernen Unternehmen kommen immer mehr dazu Typen mit Ecken und Kanten zu suchen, bei denen auch eine ungerade Vita toleriert wird. Oder um es frei nach dem deutschen Dichter Joachim Ringelnatz zu sagen: „Die Lücken sind das Wichtigste an einem Sieb.“

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