Erfolgreich bewerben – per Post, E-Mail oder ganz anders?

 in Bewerbertipps

Die Bewerbung – mit ihr steht und fällt die Chance auf den Traumjob. Auf wenigen Seiten haben Sie die Chance Ihren potentiellen Arbeitgeber zu überzeugen. Kein Wunder, dass es viele Bewerbungstipps und Tricks im Netz zu finden gibt. Kreative Beispiele zeigen dabei, dass es durchaus möglich ist aus der Masse an Bewerbungen herauszustechen – doch ist dies immer gewünscht?

Sie kennen das:

Unterschiedlichste Ratgeber und Bewerbungs-Blogs streiten sich darum, welche Deckblätter und Bewerbungsmappen verwendet werden müssen. Doch mittlerweile gibt es eine Vielzahl an weiteren kreativen Bewerbungen, wie Videos, eigene Website oder sogar die Facebook-Präsenz als Bewerbung. Den Klassiker wird dies wohl nie so ganz Verdrängen – eine Bewerbung mit Lebenslauf, Anschreiben, Zeugnissen und weiteren Dokumenten, die Ihren Werdegang schildern. Dabei ist nicht mehr ausschlaggebend, ob der Personalentscheider diese postalisch oder auf elektronischem Wege erhält. Hier entscheidet die Personalentscheidung, was diesen besser gefällt. Die Bewerbung per E-Mail ist aber heute Gang und Gäbe. Doch auch hier müssen die für die klassische Bewerbung wichtigen Elemente überzeugen.

Vermutlich treten Sie bei der Bewerbung auf eine Stelle gegen Mitbewerber an, die ein Ihnen ähnliches Profil vorzeigen können. Dabei sind nicht nur die Qualifizierung und der Lebenslauf ausschlaggebend – diese vermitteln nur wenig über Ihre Persönlichkeit und Ihre Motivation sich in das Unternehmen einzubringen. Über das Anschreiben ist es Bewerbern möglich sich in einem persönlicheren Tonus vorzustellen.

 

LEBENSLAUF

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Ihr Lebenslauf noch vor dem Anschreiben gelesen wird. Er ist der erste Blickfänger in Ihrer Bewerbungsmappe. Hier finden Personalverantwortliche auf einen Blick alle wesentlichen Fakten zu Ihrem Werdegang. Zum einen enthält Ihr Lebenslauf die grundlegenden Angaben zu Ihrer Person: Name, Adresse, Geburtsdatum, Familienstand. Darüber hinaus können – und sollten – Sie noch weitere Angaben machen, wie spezielle Kompetenzen, Fremdsprachenkenntnisse, Zertifikate, aber auch Ehrenämter und Hobbys, die einen Eindruck von Ihrer Persönlichkeit vermitteln.

Der zweite wichtige Bereich umfasst Ihren beruflichen Werdegang. Achten Sie darauf, die Stationen Ihres Ausbildungs- und Berufslebens übersichtlich strukturiert und chronologisch geordnet zu präsentieren. Der letzte Job und die letzte Ausbildungsstätte stehen dabei oben, da diese für Ihren potenziellen Arbeitgeber am relevantesten sind. Sie brauchen nicht jede Nebenbeschäftigung auflisten, der Sie in Ihrer Schul- oder Studienzeit nachgegangen sind – es sei denn, der Nebenjob weist einen klaren Bezug zu der ausgeschriebenen Stelle auf. Auch bei der Auflistung der besuchten Bildungsstätten müssen Sie nicht in der Grundschule anfangen. Der erste Abschluss einer weiterführenden Schule reicht als Startpunkt völlig aus.

Achten Sie darauf, dass die Darstellung Ihrer beruflichen und schulischen Stationen keine größeren Lücken aufweist – als Faustregel gilt hier die Grenze von drei Monaten, in denen Sie ohne Tätigkeit waren. Bei größeren Lücken können Sie damit rechnen, dass diese im Bewerbungsgespräch zum Thema werden.

Tipp: Wir verraten Ihnen in diesem Artikel, wie Sie eine Anstellung in der Zeitarbeit oder Arbeitnehmerüberlassung positiv in Ihrem Lebenslauf darstellen.

LÜCKEN IM LEBENSLAUF

Doch viele Lebensläufe verlaufen nicht linear und Lücken können auftreten. Insofern lautet die erste Regel im Bewerbungsprozess: Tief durchatmen, entspannt bleiben und selbstbewusst auf die eigenen Unregelmäßigkeiten blicken. Oft sind die auch das Salz in der Suppe und sollten ebenso wertgeschätzt werden, wie die Stärken Ihrer Bewerbung.

In einer Bewerbung oder einem Bewerbungsgespräch ist Ehrlichkeit das oberste Gebot! In jedem Fall gibt es nichts Schlimmeres, wenn der Personaler bei einer fälschlich ausgewiesenen mehrmonatigen Pause, einen Nachweis, wie z.B. das Zertifikat einer Fortbildung verlangt und Sie diesen nicht liefern können. Von einige Formulierungen sollten Sie jedoch am besten Abstand nehmen, z.B. ist das Wort „arbeitslos“ ein No-Go und kann elegant durch „arbeitssuchend“ ersetzt werden!

Ebenso ist es nicht ratsam, die Lücken im Lebenslauf künstlich aufzufüllen. Wer im Lebenslauf keine Monatsangaben macht und nur mit Jahreszahlen aufwartet, der macht sich bei den meisten Personalverantwortlichen schon verdächtig. Spätestens, wenn ein Recruiter Sie um die Erlaubnis bittet, sich einmal mit Ihrem letzten Arbeitgeber in Verbindung zu setzen, um die von Ihnen gemachten Angaben zu verifizieren, haben Sie seinen Verdacht erregt. Dies gilt es unter allen Umständen zu vermeiden, auch wenn es noch lange nicht das Aus für Sie bedeutet. Andererseits: Vielleicht finden Sie bei ihrem letzten Arbeitgeber einen Vorgesetzten, der eine hohe Meinung von Ihnen hat. Dann kann das sogar eine Entscheidung zu Ihren Gunsten beeinflussen.

Übrigens: Wenn Sie wegen einem Studium und mangelndem Numerus Clausus auf Ihren Studienplatz gewartet haben, kann Ihnen diese Wartezeit ausnahmsweise auch einmal zum Vorteil gereichen. Denn das beharrliche Warten kann Ihnen positiv als Konsequenz und Leistungsorientiertheit angerechnet werden.

Egal wie schlimm Sie ihr letzter oder vorletzter Arbeitgeber behandelt hat: Bei der Bewerbung für einen neuen Arbeitgeber sollten Sie es vermeiden sich bei Ihrem Recruiter über ihren vorigen Arbeitgeber zu beschweren oder gar zu lästern.

Und bedenken Sie: Heutzutage kommt es auch nicht mehr nur auf die allzu glatt gebügelten Lebensläufe an. Modernen Unternehmen kommen immer mehr dazu Typen mit Ecken und Kanten zu suchen, bei denen auch eine ungerade Vita toleriert wird. Oder um es frei nach dem deutschen Dichter Joachim Ringelnatz zu sagen: „Die Lücken sind das Wichtigste an einem Sieb.“

 

BITTE LÄCHELN – DAS BEWERBUNGSFOTO

Der erste Eindruck lässt sich im Nachhinein nur schwer ändern. Sie sollten deshalb schon zu Beginn durch ein gutes Bewerbungsfoto überzeugen. Dieses wird klassischerweise auf Ihrem Lebenslauf platziert. Möchten Sie Ihrer Bewerbung jedoch ein Deckblatt voranstellen, findet sich auch hier ein guter Platz für Ihr Bild.

Ihr Bewerbungsfoto sollte professionell geschossen worden sein, nicht aus einem Fotoautomaten und vor allem nicht von Ihrer Handykamera stammen. Erwecken Sie einen sympathischen Eindruck motiviert das Bild den Betrachter dazu, Sie näher kennenlernen zu wollen.

 

Ihr individuelles Bewerbungsanschreiben

Das Bewerbungsschreiben ist Ihre erste Arbeitsprobe beim potenziellen Arbeitgeber. Wer hier einen negativen Eindruck hinterlässt läuft Gefahr, dass die übrigen Unterlagen erst gar nicht gelesen werden.

Zu Beginn eine Richtlinie, an die Sie sich bei der Formulierung Ihres Anschreibens oder Motivationsschreiben halten sollten:

Das Bewerbungsanschreiben zeigt Ihre Motivation und nicht Ihr Profil!

Schreiben Sie dementsprechend nicht einfach das Gleiche, was schon aus Ihrem Lebenslauf ersichtlich wird. Das verschwendet die Zeit des Personalers und ist kontraproduktiv, da das Anschreiben viel mehr über Sie aussagen kann. Im Bewerbungsschreiben steht hingegen, was Sie an dem Job interessiert und warum Sie der beste Kandidat sind – belegt an Beispielen, Problemlösungen und Erfolgen. Zudem haben Sie die Chance sich persönlich einzubringen, sich mit eigenen Worten zu beschreiben – und dieses gebündelt und mit starken Verben und Adjektiven zu versehen, die Ihre Begeisterung verdeutlichen.

Der folgende Aufbau kann für Ihr Bewerbungsschreiben genutzt werden:bewerbungsanschreiben beispiel

 

Formalitäten Ihres Bewerbungsanschreibens

Unverzichtbar sind Ihre Kontaktdaten, die Sie am besten in der Kopfzeile unterbringen. Dazu gehören natürlich Name und Adresse, aber auch E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Darunter gehört rechtsbündig das Datum und linksbündig Vor- und Nachname des Adressaten. Essenziell für die direkte Einordnung der Mail ist die Betreffzeile, in der sie noch einmal betonen, dass Sie sich um einen „Job im Bereich Webdesign“ (Beispiel) bewerben.

Das Bewerbungsanschreiben endet immer mit einer handgeschriebenen Unterschrift und der Information, das in der Anlage sowohl Lebenslauf als auch Zeugnisse und weitere Referenzen beiliegen.

Einleitung des Bewerbungsschreibens

Jetzt geht es los. Inhaltlich, grammatikalisch und orthographisch muss jetzt alles passen. Aber seien Sie nicht zu verkrampft. Und vor allem: Kommen Sie schnell zum Punkt. Personaler müssen ständig Mails lesen, die mit „Hiermit bewerbe ich mich als…“ beginnen – Gähn! Da schaltet jeder Leser schneller ab, als es Ihnen lieb ist. Der Leitgedanke heißt hier:

Finger weg von typischen Standardphrasen.

Das alles zeigt dem Personaler nur, dass Sie keine andere Idee hatten. Nichts ist uninteressanter, als einen Text zu lesen, der offensichtlich aus dem Netz kopiert und mit ein paar eigenen Worte ergänzt ist. In erster Linie macht also vor allem eine persönliche Note das Bewerbungsschreiben aus. Um sich diese zu verschaffen, und zu erreichen, dass der Personalchef Ihre Bewerbung interessiert, gibt es einige Ratschläge:

  • Kurz und knackig statt lang und öde: Lange Sätze strengen auf Dauer an, insbesondere eine Person, die unzählige Bewerbungen lesen muss. Schreiben Sie kurze Sätze. In diesen sollten Sie das Wichtigste (Achtung!) nicht reinquetschen, sondern miteinander verknüpfen. Kurze Sätze strahlen Zielstrebigkeit aus. Die Einleitung sollte nicht mehr als 5 Sätze oder 3-4 Zeilen umfassen.
  • Seien Sie frech und experimentierfreudig: Eine kleine Geschichte, z.B. wie Sie Maler oder Handwerker geworden sind, eine Frage oder die direkte Beschreibung, warum Sie der/die beste für den Job sind – das alles ist überraschend, spannend und weckt Neugier.
  • Probieren Sie Verschiedenes: Versteifen Sie sich nicht auf eine Einleitung oder eine Formulierung. Jedes Unternehmen ist anders, und jeder Personaler reagiert anders auf verschiedene Formulierungen. Daher ist es gut, verschiedene Formulierungen parat zu haben.

Hauptteil des Anschreibens

Ist der Personaler bis zu diesem Teil Ihres Anschreibens „vorgedrungen“, haben Sie ihn fast am Haken. Nun gilt es das bestehende Interesse weiter auszubauen und dem Personaler klar zu machen, warum Sie der oder die Richtige sind!

Dieses Interesse wird meistens über Emotionen geweckt – der Personaler kann noch so rational arbeiten, ein „gutes Gefühl“ ist und bleibt Entscheidungsträger. Seien Sie nicht Langweilig! Positive Emotionen (Euphorie oder auch Beeindruckung) müssen daher zwangsweise erzeugt werden. Das funktioniert z.B. über:

  • Formulierungen: „Ich brenne für den Job“, „idealer Kandidat“ und weitere Beschreibungen sind notwendig, um beim Leser Emotionen zu wecken – müssen aber nicht immer so plakativ ausfallen.
  • Hard Skills: Hard Skills sind wichtig, da sie gemessen werden können. Im Kopf des Chefs befindet sich eine Schablone, die vorrangig aus Fakten bestehen. Sie können im Hauptteil punkten, wenn Sie Ihre berufliche Tätigkeit, Ihre vorherigen Positionen, wichtige Projekte und weiteres beschreiben. So können Sie den Personaler beeindrucken und ihm klarmachen, dass Sie der Aufgabe gewachsen sind. Passen Sie aber auf, dass Sie die Stellenanzeige nicht Wort für Wort umkehren; das zeugt auf keinen Fall von Kreativität und ruft wieder Langeweile hervor.
  • Soft Skills: Das Thema Soft Skills spielt eine wichtige Rolle, ist aber mit am schwierigsten zu dosieren. Einerseits sind Soft Skills hervorragend als Eigenmarketing zu gebrauchen, und gehen aus dem Lebenslauf und den Noten nicht hervor. Auf der anderen Seite sind sie aber auch schwer zu begründen. Einfach zu schreiben „Ich bin flexibel“ reicht nicht. Solche Annahmen müssen begründet werden, z.B. mit einer Tätigkeit, die Sie mal erledigt haben. Auf der anderen Seite ist es auch nicht klug einfach so mit Soft Skills um sich zu schmeißen. Sie sollten nur die Soft Skills auswählen, die auch wirklich zum Job passen – und Sie zum idealen Bewerber machen.
  • Der Unternehmensbezug: Oft als einzelner Absatz gehandhabt, ist der Unternehmensbezug absolut notwendig für Ihre Bewerbung. Hier zeigt sich wer Massenbewerbungen rausschickt und wer sich Zeit nimmt, das Unternehmen kennenzulernen und so seine Stärken ausspielen kann. Außerdem wird hier nochmal der Mehrwert für den „Arbeitgeber in spe“ betont. Durch den Bezug auf das Unternehmen muss er sich vorstellen können, dass Sie der ideale Kandidat sind.

Schluss des Bewerbungs-Anschreibens

Der Schlussteil ist das wahrscheinlich einfachste des ganzen Anschreibens. Hier bedanken Sie sich für das Interesse und sagen, dass Sie sich über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch freuen. Die Faustregel hier:

Der Konjunktiv schwächt ab!

Für Sie heißt es daher nicht „Ich würde mich über ein persönliches Gespräch freuen“, sondern klipp und klar „Habe ich Sie überzeugt? Dann freue ich mich auf ein persönliches Gespräch!“. So nehmen Sie dem Personaler die entscheidende Frage ab, ob Sie eingeladen werden sollten.

So viel zum Thema “klassische Bewerbung”. Treten wir nun ein in die Welt des Internets, die auch bei Bewerbungen viel spannendes, kreatives und vor allem hilfreiches zu bieten hat.

 

DIE ARBEITSZEUGNISSE

Ihre Bewerbungsmappe wird durch ein gutes Arbeitszeugnis ungemein aufgewertet. Schließlich möchte Ihr Wunscharbeitgeber sehen, wie Sie sich an Ihrem letzten Arbeitsplatz geschlagen haben. Personaler und Führungskräfte verstehen es zwischen den Zeilen zu lesen und die spezifischen Formulierungen im Arbeitszeugnis richtig zu deuten. Wirklich aussagekräftig sind daher nur die sogenannten qualifizierten Arbeitszeugnisse, die Auskunft über Ihre Arbeitsleistung, Kompetenz und Sozialverhalten geben.

Unser Tipp: Nehmen Sie alle bisher erhaltenen Arbeitszeugnisse in Ihre Bewerbungsmappe auf – ob gut oder schlecht. Das wirkt ehrlich und wirft keine Fragen nach fehlenden Nachweisen auf. Wenn Sie ein weniger positives Arbeitszeugnis in Ihrer Bewerbungsmappe haben, sollten Sie damit rechnen, danach gefragt zu werden. Bereiten Sie sich also am besten darauf vor.

 

Die Zukunft ist einfach: Bewerbungsmappe mit XING zusammenstellen

Lebenslauf.com – von dieser Website haben Sie eventuell schon gehört. Früher konnte man sich auf der Seite für 6 Euro aus einer Word- oder PDF-Datei einen grafisch ansprechenden Lebenslauf erstellen. Seitdem hat sich einiges geändert.

Seit 2014 gehört Lebenslauf.com nun zu XING, DER Online-Plattform für das Social-Networking neuer und bestehender Businesskontakte in Deutschland. Diese bietet den Dienst von Lebenslauf.com für XING-Nutzer kostenlos an – auch die Nutzung von Xing ist kostenlos.

Bewebungsanschreiben von lebenslauf.com

Bewebungsanschreiben von lebenslauf.com

Wie im obigen Screenshot zu sehen, haben XING und Lebenslauf.com sich in den letzten Jahren darum gekümmert neben dem klassischen Lebenslauf auch die Erstellung eines professionellen Anschreibens zu übernehmen. Das hat für den Bewerber natürlich den Vorteil, dass der Weg von der Bewerbung zum neuen Arbeitsplatz noch kürzer gemacht wird. Auch dazu werden einfach Informationen aus Dateien, und nun auch dem XING-Profil, gesammelt, verwertet und als Text bzw. Lebenslauf verarbeitet.

Zusätzlich können wir ein Xing-Profil nur wärmstens empfehlen, da hier ständig Möglichkeiten entstehen mit Personalern, Recruitern und Unternehmern in Kontakt zu treten. Das Xing-Profil bietet viele Möglichkeiten sich positiv zu verkaufen und so Jobangebote zu erhalten.

 

Alternative Bewerbung – eine Klasse für sich

Ständig immer nur E-Mails und Briefe mit den gleichen langweiligen Formulierungen. Auf der anderen Seite immer wieder neue Produkte im Elektronik-, Textil- und Lebensmittelbereich. Was im Endeffekt kommen musste, war ja irgendwie klar: moderne, innovative und kreativere Bewerbungen.

In den USA ist vor allem die Video-Bewerbung schon beinah zum Standard geworden. Diese gibt es natürlich als hoch aufgelöste, professionell gemanagte Version. Dabei setzt sich der Bewerber vor einen schlichten Hintergrund und erzählt (am besten nicht länger als 2 Minuten – die Video-Bewerbung ist nur ein Zusatz!) etwas über sich. Die abgewandelte Form ist (wer hätte es gedacht) die Selfie-Bewerbung. Da diese noch weiter weg ist von der klassischen Bewerbung, wird sie am besten nur bei besonders jungen, kreativen Unternehmen eingesetzt.

Die Video-Bewerbung hat einen gewaltigen Vorteil gegenüber der klassischen Bewerbung: Sie lässt Soft Skills zumindest erahnen. Sympathische Bewerber und starke Redner haben bei einer Nutzung dieser Methode natürlich größere Chancen.

Doch wie fällt die Bewerbung denn nun im Durchschnitt in Deutschland aus (Stand 2014)?

bewerbungsarten in deutschland (1)

Wer nutzt welche Bewerbungsform? Quelle: https://www.uni-bamberg.de/fileadmin/uni/fakultaeten/wiai_lehrstuehle/isdl/Bewerbungspraxis_2014.pdf; Zahlen gerundet!

Wie die Grafik zeigt, nutzt die Mehrheit der Deutschen Bewerber die E-Mail-Bewerbung. Die postalische Bewerbung ist nicht einmal mehr in den Top 3 zu finden. Bewerbungs-Formulare und das Kurzprofil bei XING, LinkedIN etc. haben sie abgelöst. Das Bewerbungsvideo wurde 2014 noch kaum genutzt und kann genau deshalb so gut bei Personalern ankommen. Noch ist es ungewöhnlich und neu. Hier zeigen Sie die Initiative und voranschreitende Denkweise, die oft gesucht wird.

Natürlich gibt noch andere Bewerbungsarten, die dank ihrer hohen Kreativität zu Erfolg geführt haben. Hier kommt unsere Top 3 der kreativsten Bewerbungen:

  • Per Websitekreation: Nina Mufleh wollte wirklich für Airbnb arbeiten. Nachdem sie einige Bewerbungen verschickt hat, dachte sie sich, dass sie jetzt alles auf eine Karte setzt. Und hat eine Website kreiert, die das Unternehmen und den Markt analysiert, sowie beschreibt, was Nina für Airbnb tun kann. Sowohl CEO als auch CMO von Airbnb sahen ihr Ergebnis bei Twitter und waren sehr beeindruckt. http://www.nina4airbnb.com/
  • Mithilfe eines QR-Codes: QR-Codes werden zwar im Alltag immer häufiger verwendet, aber bei einer Bewerbung? Der Franzose Victor Petit macht vor, wie man per QR-Code den Lebenslauf und das Bewerbungsschreiben aufpeppen kann: https://vimeo.com/21228618

Nun haben Sie einige Tipps, Tricks und Alternativen für Ihre Bewerbung kennengelernt. Andere Bewerbungen fallen noch verrückter aus, wie die Bewerbung bei einer Werbeagentur. Tatsächlich erhielt diese ein Paket mit Fleisch und der Nachricht “Frischfleisch gesucht?”. Sehr gewagt. Aber genau das machte diese Bewerbung besonders, obwohl Sie sich so ein Maß an Kreativität wohl nicht in jeder Branche erlauben können. Aber genau mit solchen Aktionen machen Sie deutlich, das Sie bereit sind Zeit und Aufwand zu investieren, das Sie den Job wirklich wollen – und Sie heben sich aus der Masse ab!

Natürlich gibt es auch ganz andere Methoden sich zu bewerben. Viele Unternehmen suchen beispielsweise gar nicht mehr über klassische Bewerbungen nach Fachkräften und High Potentials, sondern geben die Suche an Personaldienstleister, wie uns ab. Daher werden viele attraktive Stellen gar nicht erst breitgefächert ausgeschrieben, sondern direkt an potentielle Interessenten geleitet. Als Zeitarbeitsfirma übernehmen wir für unsere Kunden zudem den Bewerbungsprozess und unterstützen aktiv – wir vermitteln Jobs.

 

Dahmen Bewerbungsservice – Wir begleiten Ihren Bewerbungsprozess

Durch eine gute Bewerbung bringen Sie sich in eine hervorragende Ausgangsposition, um eine der begehrten Stellen bei renommierten Unternehmen zu erhalten. Und auch in der Zeitarbeit haben Sie die Chance, dank überzeugender Leistungen fest in den Betrieb übernommen zu werden.

Angesichts der Vielzahl an offenen Stellen ist es für Bewerber jedoch eine große Herausforderung, genau die auszuwählen, die ihren persönlichen Wünschen, Interessen und Qualifikationen optimal entsprechen. Erschwert wird dieses durch Stellenangebote auf Jobbörsen oder Firmenwebseiten, welche die für Bewerber relevanten Themen und Fragen nicht oder nicht ausreichend beantworten.

Der DAHMEN Bewerberservice hilft Ihnen bei der Suche nach der richtigen Stelle im richtigen Unternehmen. Wir bieten Ihnen eine persönliche Karrierebetreuung, von der Stellensuche und -auswahl bis zum Arbeitsbeginn in Ihrem Wunschbetrieb. Als Ihr Ansprechpartner eröffnen wir Ihnen dabei vielseitige Karriereoptionen bei ausgewählten Kunden – auch internationalen DAX-Unternehmen. Wir begleiten Sie auf Ihrem Weg zum Traumjob!

Wenn Sie neugierig geworden sind, schauen Sie doch einfach unsere Jobbörse, um passende Jobs zu finden – oder bewerben Sie sich initiativ. Sie wissen ja jetzt, wie es geht 🙂 Uns reicht eine aussagekräftige Bewerbung, trotz der vielen präsentierten Ideen, jedoch meistens aus.

Neuste Beiträge

Tippen Sie Ihre Suchanfrage ein und drücken Sie "Enter" zum Suchen

Checkliste PersonalvermittlungZeitarbeit Lebenslauf