Zeitarbeit – dem demographischen Wandel entgegenwirken

 in Arbeitsmarkt, Fachkräftemangel

Der demographische Wandel in Deutschland ist ein Phänomen, welches in den vergangenen Jahren immer wieder für Schlagzeilen in Wirtschaft und Politik gesorgt hat. Die Lebenserwartung steigt, während die Geburtenrate rückläufig ist. Die Folge: Die Bevölkerung wird im Schnitt immer älter.

Die Zukunft verspricht einen Fortlauf dieser Entwicklung. So prognostiziert das Statistische Bundesamt auf der Grundlage aktueller Berechnungen einen Anstieg des Bevölkerungsanteils der über 65-jährigen von 21 % bis auf 33 % im Jahre 2060. Der Anteil der Erwerbstätigen soll im gleichen Zeitraum von 61 % auf 51 % sinken. Dies hat Auswirkungen auf die gesamte Arbeitswelt – und macht gleichzeitig die Zeitarbeit zum Erfolgskonzept.

BEVÖLKERUNGSWANDEL – HERAUSFORDERUNG FÜR DEN ARBEITSMARKT

Der demographische Wandel stellt die Unternehmen vor neue Herausforderungen. Fachkräfte fehlen, offene Stellen können häufig nur schwer besetzt werden. Der Wettbewerb um qualifiziertes Personal verschärft sich.

Infolgedessen müssen sich die Unternehmen neue Fragen stellen: Was muss ich tun, um auch in Zukunft ein attraktiver Arbeitgeber zu sein? Wie kann ich im Wettbewerb um die sinkende Anzahl von Nachwuchs- und Fachkräften mit anderen Unternehmen bestehen? Noch dazu sehen sie sich mit dem Wunsch vieler Arbeitgeber nach mehr Flexibilität konfrontiert.

Im Gegensatz zu den starren Beschäftigungsverhältnissen regulärer Erwerbstätigkeit zeichnet sich die Zeitarbeit seit jeher durch ihre Flexibilität aus. Sie stellt daher ein Beschäftigungsmodell dar, welches den Wünschen des modernen Arbeitnehmers entspricht.

Zeitarbeit als Karrierestarter für junge Fachkräfte

Personaldienstleister wie DAHMEN etablieren sich angesichts des demographischen Wandels zusehends als Agenten für junge Fachkräfte. Nach der Schule, während des Studiums und auch noch nach einer Berufsausbildung fällt vielen jungen Menschen die berufliche Orientierung schwer. Die Frage nach dem Berufsweg ist aufgrund weniger praktischer Erfahrung oft nicht leicht zu beantworten.

Gleichzeitig sehen sich die Jüngeren aufgrund der kritischen Zukunftsprognosen gezwungen, den Berufseinstieg möglichst früh zu schaffen, um für das Alter privat vorsorgen zu können. Durch Zeitarbeit erhalten sie die Chance, während der Anstellung verschiedene Berufsbilder kennenzulernen und bereits frühzeitig Praxiserfahrung zu sammeln. Dadurch verschaffen sie sich einen großen Vorteil gegenüber Gleichaltrigen ohne derartige Qualifikationen.

GENERATION Y FÜR DIE ZEITARBEIT GEWINNEN

Im Zuge seiner Kampagne „Recruiting Tomorrow“ hat der Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) auf der „Zukunft Personal 2017“, Europas größter Messe für Personalmanagement, erstmals seine Studie „Junge Deutsche“ präsentiert. In Kooperation mit dem gleichnamigen Projekt von Jugend- und Trendforscher Simon Schnetzer, welcher die Studie bereits zum siebten Mal durchgeführt hat, wurden junge Deutsche aus der Zeitarbeitsbranche zwischen 18 und 39 Jahren zu ihrer Lebens- und Arbeitswelt befragt. Um herauszufinden, wie die Generation Y tickt, verlässt sich die Studie nicht allein auf eine repräsentative Umfrage, Zahlen und Fakten.

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Simon Schnetzer hat sich per Fahrrad, Couchsurfing, Carsharing oder in Fernbussen auf den Weg gemacht, um die jungen Deutschen zu befragen – am Wegesrand oder auf der WG-Couch sind so besonders authentische Momentaufnahmen und Gespräche entstanden. Aus dieser direkten Aktionsforschung ist eine der mittlerweile größten europäischen Jugendstudien gewachsen, bei der der Mensch im Fokus steht.

Themen der Repräsentativbefragung beinhalteten:

  • Identität & Kommunikation
  • Lebenswelt & Heimat
  • Arbeitswelt & Motivation
  • Zukunft & Engagement
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SIMON SCHNETZER IM KURZ-PORTRAIT

Der geborene Allgäuer und studierte Volkswirt forscht seit Jahren in den Bereich Generation Y, Z und Innovation auf dem Arbeitsmarkt. Lange Jahre arbeitete er als Nachhaltigkeitsbeauftragter der UNO und als Ostafrikaforscher für die GIZ. Heute ist er in seinen Fachgebieten ein gerngesehener Speaker, Trainer und Moderator, sowie Geschäftsführer der Innovations- und Gründungsnetzwerke „Gründervilla“ & „Datajockey“. 2010 initiierte er „Junge Deutsche“. Damals fuhr er für seine Studie noch auf dem Fahrrad durch Deutschland, mittlerweile wird er finanziell von der Landesregierung NRW und der EU unterstützt.

Die Frage der daraus abgeleiteten Studie vom BAP lautet im Detail: Was motivierte junge, talentierte Deutsche, sich bei einem Zeitarbeitsunternehmen zu bewerben und bei ihm zu bleiben? Die von Simon Schnetzer geleitete BAP-Studie „Junge Deutsche 2017“, an der 553 Befragte teilgenommen haben, leistet einen entscheidenden Beitrag für die Zeitarbeitsbranche, weil sie feste Größen liefert, die die Entwicklung kreativer Lösungen erleichtern: „Mit der Studie wollen wir die Unternehmen unserer Branche dabei unterstützen, junge Nachwuchskräfte besser zu verstehen und ihnen gleichzeitig Wissen an die Hand geben, wie sie Young Professionals finden, für Leistung motivieren und an ihr Unternehmen binden können“, sagt BAP-Geschäftsführerin Julia Große-Wilde.

Die Ergebnisse zeigen, dass der Spaß an der (Zeit-) Arbeit der wichtigste Motivationsfaktor ist, das Gehalt nimmt eine untergeordnete Stellung ein. Vor Gehalt sind Anerkennung und Team-Gefühl, was etwa durch gemeinsame Werte und eine Corporate Identity gestärkt wird, wichtig. Die Studie ist Teil der BAP-Kampagne „Recruiting Tomorrow“, die sich auch damit beschäftigte, wie und wo die „jungen Deutschen“ erreichbar sind. Die Erkenntnis: Generation Y ist vor allem in der digitalen Welt unterwegs. Sie setzt auf Job-Portale und soziale Netzwerke, um interessante Stellen in der Zeitarbeit zu finden. Gute Arbeit zeichnet der Studie zufolge eine Balance von Arbeit und Freizeit, Arbeitsplatzsicherheit und Flexibilität aus.

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Zwar fokussieren die BAP-Studien eine spezifische Bevölkerungsgruppe, jedoch sind sie zugleich ein Barometer für den gesamten Bewerbermarkt. Eine Erkenntnis, die sich mit den Erfahrungen von Personaldienstleistern deckt, wie die DAHMEN Personalservice GmbH in einem internen Recruiting-Workshop bestätigt.

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Dazu kamen Mitarbeiter aller Niederlassungen zusammen, um sich über die Zukunft unserer Recruiting-Leistungen auszutauschen und dem Fachkräftemangel mit Lösungsvorschlägen und kreativen Impulsen entgegenzutreten. Hier haben wir Trends nachgespürt und neue Prozesse fokussiert, mit denen sich Kandidaten effektiver erreichen lassen. „Wir müssen die Zielgruppen auf den von ihnen frequentierten Kanälen spezifisch adressieren“, lautet das Fazit von DAHMEN-Geschäftsführer Fabian Prudencia de Almeida. Denn nur wenn Unternehmen den Bewerbermarkt und die Generation Y verstehen, können sie auch in Zeiten des Fachkräftemangels zu den Arbeitnehmern durchdringen.

„RECRUITING TOMORROW“: GENERATION Y VERSTEHEN, ERREICHEN & MOTIVIEREN

Social Media, Big Data, Smartphone – die Digitalisierung ist die größte Veränderung für Lebens- und Arbeitswelten seit der Industriellen Revolution. Klar, dass sich dies auf Leben, Denken sowie die Wünsche und Bedürfnisse der Generation Y auswirkt. Es wird deutlich, dass ganz neue Kommunikationskanäle geschaffen wurden – nicht einmal die Hälfte der Befragten sucht beispielsweise noch in Zeitungsanzeigen nach Jobs. Ziel der Studie ist es, die Generation Y besser zu verstehen und Unternehmen auf den Umgang mit ihr vorzubereiten.

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Dieses Ziel verfolgt auch die BAP-Kampagne „Recruiting Tomorrow“. Im „war for talents“, dem vielzitierten Wettbewerb um Fachkräfte und talentierte Jungarbeitnehmer – den „Young Professionals“ –, ist es wichtig zu wissen, wie diese jungen Menschen denken, was ihnen wichtig ist, und wofür sie sich interessieren. Für DAHMEN Geschäftsführer Fabian Prudencia De Almeida ist klar: „Nur wenn Unternehmen die Generation Y verstehen, können sie den beruflichen Nachwuchs auch in Zukunft und in Zeiten akuten Fachkräftemangels erreichen, für sich gewinnen und binden.“

Die Generation Y benutzt digitale Kanäle, doch was bedeutet das im Detail? Die von Simon Schnetzer geleitete BAP-Studie „Junge Deutsche 2017“ leistet einen entscheidenden Beitrag für die Zeitarbeitsbranche, weil sie feste Größen liefert, die die Entwicklung kreativer Lösungen erleichtern: „Mit der Studie wollen wir die Unternehmen unserer Branche dabei unterstützen, junge Nachwuchskräfte besser zu verstehen und ihnen gleichzeitig Wissen an die Hand geben, wie sie Young Professionals finden, für Leistung motivieren und an ihr Unternehmen binden können“, sagt BAP-Geschäftsführerin Julia Große-Wilde.

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GENERATION Z WIE ZEITARBEIT? EIN AUSBLICK MIT „JUNGE DEUTSCHE 2030“

In den nächsten Jahren werden vermehrt junge Deutsche in den Arbeitsmarkt eintreten, die nach der Jahrtausendwende geboren wurden, also schon einer anderen demographischen Gruppe zugerechnet werden: der Generation Z. Schon 2030 wird die Generation Z über die Hälfte der begehrten „Young Professionals“ stellen.

Wieder stellt sich die Frage: Was bewegt diese jungen Menschen, unter denen es dann ausschließlich Digital Natives geben wird? In seiner Zukunftsstudie „Junge Deutsche 2030“ kümmert sich Simon Schnetzer schon heute um Antworten darauf, wie Sie Ihr Unternehmen auf die nächste Veränderung in Arbeitsmarkt und Gesellschaft vorbereiten.

ÄLTERE ZEITARBEITNEHMER PUNKTEN MIT KNOW-HOW

Positive Auswirkungen hat der demographische Wandel auch für die älteren Arbeitnehmer in der Zeitarbeitsbranche. Die Tendenz geht in vielen Unternehmen dazu, wieder verstärkt auf die langjährige Erfahrung, Menschenkenntnis und sozialen Kompetenzen der Älteren zu setzen. So wissen heute immer mehr Firmen, dass eine ausgewogene Mischung aus erfahrenen und jungen Mitarbeitern das Erfolgsrezept ist.

Zeitarbeit eröffnet der „Generation 50 Plus“ neue Perspektiven. So vermittelt DAHMEN ältere Arbeitnehmer passgenau an Stellen, die ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen entsprechen. Dort werden sie für ihr Know-how geschätzt und entsprechend entlohnt, anstatt altersbedingte Arbeitslosigkeit befürchten zu müssen.

FAZIT: EMPFEHLUNGEN FÜR UNTERNEHMEN

Arbeit ist natürlich noch immer dazu da, seine Brötchen zu verdienen. Doch wird es immer wichtiger, sich am Arbeitsplatz wohl zu fühlen, dort Bestätigung und Anerkennung zu erhalten und sich dem Team und Unternehmen zugehörig zu fühlen. Wirksames Employer Branding und echte Benefits sind gefragt. Spaß und Team-Gefühl motivieren die „jungen Deutschen“. Bekannte Firmen wie Facebook oder Google machen es vor – die Arbeit wird zu einem zweiten Zuhause. „Eine attraktive Gruppenidentität, beispielsweise durch gemeinsame Werte und eine Corporate Identity, sind also wichtig, um die Arbeitgeberattraktivität bei Bewerbern zu steigern“, erklärt Gesa Kok, Leiterin der Abteilung Presse, Marketing/Öffentlichkeitsarbeit des BAP. Bauen Sie eine starke Arbeitgebermarke auf!

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Als ganzheitlicher Personaldienstleister helfen wir unseren Kunden herauszufinden, mit welchen Unternehmensvorteilen sie bei der Generation Y gut ankommen. Diese Vorteile müssen in Stellenangeboten über die richtigen Kanäle kommuniziert werden – eben dort, wo sich die Zielgruppe aufhält. Mit gezieltem Multi-Channel-Posting erreichen wir Young Professionals. Haben Sie beispielsweise einmal über Videobewerbungen oder Bewerberkommunikation über WhatsApp nachgedacht? Gerne beraten wir Sie über die Möglichkeiten, neue Bewerber zu gewinnen, und stehen Ihnen mit unserem Recruiting-Wissen zur Seite.

Unternehmen, die sich tiefergehend mit dem Thema beschäftigen möchten, finden in Simon Schnetzer einen erfahrenen Partner, der als Berater oder in Workshops ein Verständnis für die Generation Y und Z vermittelt.

Aber auch die älteren Arbeitnehmer dürfen nicht außer Acht gelassen werden, den diese weisen ein breites Wissen auf, was in jedem Unternehmen benötigt wird. Eine gute Kombination aus beiden Altersklassen bietet die optimale Balance. Die jüngeren lernen von den älteren und dadurch wird der Erhalt gut geschulter Fachkräfte gefördert.

DAHMENs Antwort auf den demographischen Wandel: Qualifizierung

Auch der Fachkräftemangel ist eine Folge des gesellschaftlichen Strukturwandels – ein Problem, für welches die Zeitarbeit eine Lösung bietet. Durch die Anstellung von Zeitarbeitern lassen sich Engpässe in den Unternehmen überbrücken. Zudem sorgen Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen dafür, auch langfristig den Bedarf an Fachkräften zu decken.

Bei DAHMEN betrachtet man die Qualifizierung der Mitarbeiter als einen wichtigen Ansatz, mittel- und langfristig dem demographischen Wandel und Fachkräftemangel erfolgreich zu begegnen.

DAHMEN sieht die Zeichen der Zeit und begegnet schon heute den Herausforderungen von morgen. Wie wir auch Sie erfolgreich durch den demographischen Wandel führen, erfahren Sie bei einem persönlichen Gespräch in unseren Niederlassungen in Köln, Düsseldorf, Hannover, Frankfurt, München, Essen oder Heidelberg.

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